Franzosenzeit im Museumsdorf

Ein Wochenende zwischen Besatzung, Befreiung und gelebter Vergangenheit



Dorfbewohner versuchen, Soldaten des Kurmärkischen Landwehr-
Infanterie-Regiments auf Abstand zu halten. Foto: Museumsdorf Hösseringen

Am kommenden Wochenende wird das Museumsdorf Hösseringen erneut zur Bühne einer faszinierenden Zeitreise. Diesmal geht es mitten hinein in die sogenannte Franzosenzeit. Unter dem Titel »Gelebte Geschichte live im Museumsdorf – Ein Dorf unter Napoleon« erleben Besucherinnen und Besucher hautnah, wie sich das Leben der Menschen im frühen 19. Jahrhundert zwischen napoleonischer Fremdherrschaft, alltäglichen Pflichten und dem nahenden Befreiungskampf gestaltete.
Das vierte Bataillon des dritten Kurmärkischen Landwehr-Infanterie-Regiments schlägt vom 25. bis 26. Juli 2026 sein Lager im Museumsdorf auf. Die Soldaten befinden sich auf dem Marsch zur historischen Schlacht an der Göhrde – und machen für zwei Tage Halt, um Einblicke in militärische Abläufe, Ausrüstung, Lagerleben und die angespannte Stimmung dieser Zeit zu geben.

Geschichte zum Mitfiebern – Handwerk zum Zuschauen


Rund 40 Darstellerinnen und Darsteller lassen ein lebendiges Bild vom Alltag zur Zeit Napoleons entstehen und beziehen dabei immer wieder große und kleine Besucher mit in das Geschehen ein. Diese können beispielsweise beim Patronendrehen helfen. Während Soldaten exerzieren, Waffen präsentieren und Felddienst zeigen, arbeiten Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, wie Doktor, Büchsenmacher und Bierbrauer an ihren alltäglichen Aufgaben. Besucherinnen und Besucher können beobachten, wie traditionell gearbeitet wurde – ganz so, wie es um 1813 im ländlichen Raum üblich war.
All diese Einblicke ergeben ein vielschichtiges, atmosphärisches Gesamtbild eines Dorfes, das zwischen Unterdrückung und Hoffnung auf Befreiung lebt. Die Darstellerinnen und Darsteller vermitteln ihr Wissen mit Leidenschaft und stehen für Gespräche bereit.