»Schwarzes Gold« aus der Südheide

Filmdreh im Museumsdorf Hösseringen thematisiert Ölboom um 1900

Die Hauptdarsteller der Serie über den Ölboom in der Südheide (von links): Jessica Schwarz (spielt Martha Lambert), Tom Wlaschiha (spielt den reichen Großbauern Wilhelm Pape), Harriet Herbig-Matten (spielt die Bauerntochter Johanna Lambert) und Aaron Hilmer (spielt Richard Pape) vor einem zum »Landgasthof Lenz« umbenannten Fachwerkhaus im Museumsdorf Hösseringen. Foto: Museumsdorf Hösseringen

»Es war uns sehr wichtig, unsere Geschichte hier in der Region zu drehen. Dafür haben wir einen authentischen Ort gesucht.« Redakteur Donald Kraemer weist auf die historischen Gebäude rundum: »Mit dem Museumsdorf Hasserinnen haben wir diesen Ort gefunden.« Und so kommt es, dass es seit einigen Wochen außerordentlich lebhaft zugeht im Museumsdorf. Techniker rufen sich Kommandos zu, Komparsen werden geschminkt und warten auf ihren Einsatz und jede Menge moderne Technik bildet einen reizvollen Kontrast zu den alten Häusern. Ein Film wird gedreht und genau die Anmutung des alten Dorfes ist es, die das NDR-Team vom Drehort Hösseringen überzeugt hat. »Schwarzes Gold« ist der Arbeitstitel einer Serie, die ab dem Jahresende in der ARD-Mediathek zur Verfügung stehen soll. Thema ist der Ölboom, der um die Wende zum 20. Jahrhundert einen einzigartigen Entwicklungsschub in der Südheide mit sich brachte. Heute wird diese Zeit im Erdölmuseum in Wietze vorgestellt – und dennoch wissen viele Menschen nicht mehr, dass vor gut 120 Jahren »Goldgräberstimmung« in der Heide herrschte. »Ich war so fasziniert, als ich mich im Erdölmuseum mit den Ereignissen vertraut gemacht habe«, sagt Autor Justin Koch, der für einige Rollen Vorbilder in den historischen Quellen gefunden hat. Andere dagegen sind frei erfunden. Die Inhalte sind vielschichtig. »Es geht um den Umbruch von der Agrar- in die Industriegesellschaft, der hier in ganz kurzer Zeit vollzogen wurde. Die neue Infrastruktur ist quasi über die Menschen hereingebrochen«, erläutert Justin Koch. »Und eine ganze Lebensweise wurde infrage gestellt.« Gleichzeitig werden im Film auch heute hochaktuelle Fragen thematisiert, wie die Auswirkungen menschlichen Tuns auf unsere Umwelt. Gesellschaftlich-familiäre Themen wie die Selbstständigkeit von Frauen und Freiheit in der Entscheidung spielen ebenso eine Rolle wie Liebe und Dramatik.

Der Autor hat im Jahr 2018, während der Corona-Pandemie, mit seinen Recherchen begonnen und damals »viel Zeit in der Bibliothek verbracht«. Im Zentrum seiner Geschichte steht die Bauerntochter Johanna Lambert (Harriet Herbig-Matten): Ihre kleinbäuerliche Familie wird von dem reichen Großbauern Wilhelm Pape (Tom Wlaschiha) um die Ölvorkommen betrogen, die unter ihren Feldern entdeckt werden. Als der Ölrausch das Dorf erfasst und die bäuerliche Gemeinschaft für immer zu vernichten droht, kämpfen die Frauen der Lamberts für Gerechtigkeit und erstreiten ihre Unabhängigkeit.

Die Akzeptanz und das Interesse der Menschen vor Ort sei groß, erzählt Produzent Matthias Greving. Etwa 700 Komparsen aus der näheren und weiteren Umgebung sind insgesamt an der Produktion der Kinescope Film in Ko-Produktion mit Filmnation, Hero Squared (Ungarn) und 4Film im Weltvertrieb von The Fifth Season im Auftrag des NDR für die ARD beteiligt.

Für das Museumsdorf Hösseringen bringt der Filmdreh nicht nur eine Menge Aufregung, sondern auch die Chance, das Museum überregional noch bekannter zu machen. »Wir hoffen natürlich, dass die Menschen nach dem Schauen der Serie auch den Drehort besuchen möchten«, fasst es Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm zusammen. Sechs mal 45 Minuten wird die erste Staffel der um das Jahr 1900 spielenden Serie umfassen. Wird es ein Publikumserfolg, ist eine Fortsetzung denkbar.

Forstamt Unterlüß: Georg Deeken in den Ruhestand verabschiedet

Nach 47,5 Jahren im Dienst des Waldes

Georg Deeken verlässt nach über 40 Jahren die Niedersächsischen Landesforsten und geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger als Betriebsdezernent im Forstamt Unterlüß wird Carsten Jahns.

Georg Deeken ist jetzt Pensionär. Foto: Böttger/NLF

Georg Deeken wuchs in Hankensbüttel in einer Familie auf, die tief mit der Holz- und Forstwirtschaft verbunden war. Sein Vater betrieb eine Zimmerei mit Sägewerk im Ort, in der die Söhne stets mit anpackten. Der Wald spielte eine zentrale Rolle im Familienleben der Deekens und durch jagdliches und ehrenamtliches Engagement des Vaters entstand früh eine enge Verbindung zur Natur.

Bereits in der Schulzeit vertiefte sich Georg Deekens Interesse an der Wald- und Forstwirtschaft. Viele Schulkameraden stammten aus Försterfamilien, und über Waldjugend und Pfadfinderei gab es gemeinsame Aktionen in den Wäldern, die er später beruflich begleiten durfte. Die Wiederaufforstung der durch den Sturm von 1972 verwüsteten Waldflächen prägten seine forstliche Laufbahn nachhaltig. »Der Wald war für uns nicht nur ein Lebensraum, sondern auch ein Ort der Verantwortung und Gemeinschaft«, erinnert sich Deeken.

1975 begann er seine forstliche Ausbildung im »Gründungsjahrgang« der Fachoberschule Forst an der Georgsanstalt in Ebstorf. Es folgten Wehrdienst und 1980 das Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Göttingen mit dem Abschluss als Diplomingenieur-Forst.

Das Thema Waldsterben war seinerzeit allgegenwärtig, und Deeken und seine Kommilitonen beteiligten sich intensiv an der Aufklärung der Öffentlichkeit. Zeitgleich absolvierte er seinen Vorbereitungsdienst im damaligen Forstamt Schöningen (heute Wolfenbüttel) und trat danach in die Niedersächsische Landesforstverwaltung ein. Dort durchlief er verschiedene Stationen – zunächst als Vertretung in Danndorf, später an der Bezirksregierung Braunschweig, im Sachgebiet Jagd- und Forstrecht sowie Förderung des Privatwaldes.

1990 erfüllte sich ein lang gehegter Traum: Georg Deeken übernahm die Leitung der Revierförsterei Grasleben im Forstamt Lappwald. Doch nach fünf Jahren folgte eine neue Herausforderung – er wechselte in die Waldökologie und den Naturschutz, übernahm öffentliche Belange und blieb weitere fünf Jahre in dieser Funktion. Schließlich kehrte er 2001 als Betriebsdezernent und stellvertretender Forstamtsleiter im damaligen Forstamt Knesebeck in das Isenhagener Land zurück.

Neben seinen forstlichen Aufgaben spielten zahlreiche Ehrenämter in Jagd und Naturschutz und insbesondere die Personalratsarbeit eine bedeutende Rolle in seinem Berufsleben. Sein Engagement für berufs- und umweltpolitische Themen führte ihn für 15 Jahre als stellvertretenden Vorsitzenden in den Hauptpersonalrat der Landesforstverwaltung nach Hannover bzw. später nach Braunschweig. »Die Mitgestaltung meiner Forstverwaltung war für mich nicht nur eine Aufgabe, ein Ehrenamt, sondern eine Herzensangelegenheit«, betont Deeken.

Mit der Gründung der Niedersächsischen Landesforsten wechselte er zum 1. Januar 2005 ins Forstamt Unterlüß, wo er 14 Jahre lang als Verwaltungsdezernent tätig war. Hier gestaltete er maßgeblich die Entwicklung der Landesforsten, insbesondere in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Liegenschaftsverwaltung und Beratung der Waldbehörde.

2019 boten Personalveränderungen die Chance, als Betriebsdezernent im Forstamt Unterlüß erneut näher an die forstliche Praxis zu gelangen und die Verantwortung für jagdliche Angelegenheiten sowie den Forstbetrieb zu übernehmen. Nach über 40 Jahren im Forstdienst mit dankbarem Blick auf ein erfülltes berufliches Leben mit reichen menschlichen Begegnungen ist er am 1. April in den Ruhestand getreten – mit Vorfreude und Neugier auf das, was kommt.

NABU: Schwalben brauchen Unterstützung

Seit dem Frühlingsbeginn kehren Rauch- und Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara zurück nach Mitteleuropa. Jahr für Jahr legen sie Tausende Kilometer zurück, um hier ihre Jungen großzuziehen. Doch ihre Rückkehr verläuft längst nicht mehr unbeschwert. Immer weniger Brutplätze, ein drastischer Rückgang an Insekten und extreme Wetterlagen gefährden die Bestände – und fordern gezielte Unterstützung.

Rauchschwalben in einem offenen Geräteschuppen. Foto: Inka Lykka Korth

 Zahl der Schwalben sinkt

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Schwalben in Deutschland stark gesunken. Die Ursachen sind vielfältig: Menschen reißen Nester ab, moderne Gebäude bieten keine Nistmöglichkeiten mehr, und insektenarme Gärten erschweren die Nahrungssuche. Im vergangenen Herbst litten viele Schwalben zusätzlich unter Dauerregen und Kälte. Geschwächt durch das schlechte Wetter fanden sie kaum noch Nahrung und starben teils noch vor dem Abflug in den Süden.

Brutplätze rechtzeitig schaffen

Viele Schwalben kehren jedes Jahr an denselben Ort zurück. Wer Nester erhalten oder neue Nisthilfen anbringen möchte, sollte das jetzt tun – bevor die Vögel mit dem Nestbau beginnen. Nisthilfen bieten eine gute Alternative, wenn natürliche Brutplätze fehlen. Auch das Aufhängen eines Kotbretts rund 60 Zentimeter unterhalb des Nestes kann helfen: Es fängt den Schmutz auf und erleichtert das Zusammenleben von Mensch und Vogel.

 Lehm für den Nestbau bereitstellen

Schwalben formen ihre Nester aus kleinen Lehmbällchen. Doch geeigneter Boden ist rar geworden. »Eine kleine, feuchte Bodenstelle oder ein mit Wasser angerührter Lehm in einer Schale kann für Schwalben den Unterschied machen«, erklärt Renée Gerber. Wichtig sei dabei der Standort: »Die Stelle sollte möglichst nah am Brutplatz liegen und frei von Katzenzugang sein.«

Hier wurden unter dem Dach einer Waschküche Holzkonsolen als Nisthilfen angebracht, die von den Schwalben dankbar angenommen werden. Foto: Inka Lykka Korth 

Insektenreiche Gärten anlegen

Schwalben jagen Fluginsekten wie Mücken oder Fliegen im Flug – doch diese fehlen zunehmend. »Wir sehen, wie dramatisch sich die Insektenvielfalt in den letzten Jahren verändert hat«, so Gerber. »Wer einen Garten hat, kann durch heimische Blühpflanzen, offene Bodenstellen und den Verzicht auf Pestizide viel bewirken.« Ein lebendiger Garten mit durchgehendem Blütenangebot unterstütze nicht nur Schwalben, sondern auch viele andere Tierarten.

Schutz sichtbar machen

Naturschutzverbände wie NABU und LBV zeichnen Menschen aus, die Schwalben aktiv schützen. Wer Nester erhält, Nisthilfen anbringt oder Lebensräume schafft, kann eine Plakette als »Schwalbenfreundliches Haus« erhalten.

Jetzt mithelfen

Gerber sagt abschließend: »Schwalben fliegen wieder durch unsere Städte und Dörfer – doch sie brauchen unsere Hilfe. Wer rechtzeitig Brutplätze schafft, Baumaterial bereitstellt und für ausreichend Nahrung sorgt, schützt nicht nur eine faszinierende Vogelart, sondern bewahrt auch ein Stück lebendige Sommertradition.«

Kloster Ebstorf öffnet seine Pforten!

Führungen mit Ebstorfer Weltkarte oder speziell nur Weltkarte

Im Kloster Ebstorf hat die neue Saison begonnen. Foto: Wolfgang Kluge

Die Winterpause ist beendet. Seit Dienstag, 1. April, bietet das Kloster Ebstorf wieder Führungen an. Neu in diesem Jahr sind die Führungszeiten, und neu ist auch eine Extra-Führung nur an der berühmten Ebstorfer Weltkarte. Dienstags bis sonntags findet jeweils von 14:00 Uhr an eine Führung statt, darüber hinaus zusätzlich dienstags, donnerstags und samstags auch von 10:00 Uhr an. Die Führungen beginnen jeweils im Remter (Eingangshallte) am Modell und beinhalten den Kreuzgang, das Refektorium, die Kirche, den Nonnenchor und die Ebstorfer Weltkarte. Zu speziellen Führungen nur an der Weltkarte für die, die sich nur für diese Einzigartigkeit interessieren, wird mittwochs und freitags jeweils zu 16:00 Uhr eingeladen. Am Karfreitag ist das Kloster geschlossen.

Gruppen sind jederzeit willkommen. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 05822 2304 oder E-Mail info@kloster-ebstorf.de.

Nur noch bleifrei

Bleihaltige Büchsenmunition ist ab 1. April verboten

Aus Umweltschutzgründen darf bei der Jagd künftig nur noch bleifreie Büchsenmunition verwendet werden. Foto: Jim Cooper / Pixabay

Jägerinnen und Jäger, die noch bleihaltige Büchsenmunition im Waffenschrank haben, dürfen diese nur noch bis Ende des Monat einsetzen, denn: Ende März endet die Übergangszeit, in der diese Art der Munition noch genutzt werden durfte. 

Ein umfassendes Verbot der Verwendung von bleihaltiger Büchsenmunition tritt in Niedersachsen am 1. April in Kraft. Darauf macht das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) aufmerksam. Künftig ist die Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition und bleihaltiger Flintenlaufgeschosse bei der Jagd verboten. Das Ministerium erinnert Jägerinnen und Jäger daran, sich auf die neuen gesetzlichen Regelungen einzustellen und ihre Munition entsprechend umzustellen.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte betont: »Es ist wichtig, die Umweltbelastung durch Blei zu reduzieren und die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu schützen. Blei ist gesundheitsschädlich – ein Eintrag in Wildbret als hochwertiges Lebensmittel soll daher verhindert werden. Den Jägerinnen und Jägern wurde mit einer Übergangsfrist von fast drei Jahren ausreichend Zeit zur Umstellung auf bleifreie Munition eingeräumt.«

Das Verbot wurde bereits im Mai 2022 bei der letzten Überarbeitung des Niedersächsischen Jagdgesetzes während der vorherigen Legislaturperiode beschlossen.

Moderne bleifreie Jagdmunition hat sich als effektiv und tierschutzgerecht erwiesen. So setzen beispielsweise die Niedersächsischen Landesforsten bereits seit 2014 ausschließlich bleifreie Büchsenmunition ein. Zahlreiche Bundesländer haben ähnliche Regelungen bereits eingeführt.

In diesem Zusammenhang weist das Landwirtschaftsministerium darauf hin, dass die so genannte REACH-Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates bereits seit Februar 2023 das Verschießen bleihaltiger Schrotmunition bei der Jagd in Feuchtgebieten sowie in einer 100 Meter großen Pufferzone um diese Gebiete herum verbietet.


Plattsounds Bandcontest – jetzt bewerben

 Heute startet neue Runde des plattdeutschen Musikwettbewerbs

Die Band HeldenSpuren aus Celle gewann 2024 das Online-Voting. Foto: Karl-Heinz Berger

»Plattsounds geiht 2025 in en nee Runn!« Anmeldeschluss für den plattdeutschen Bandcontest ist der 30. September 2025. Das Finale findet am 15. November 2025 in der Lagerhalle in Osnabrück statt. Ausgerichtet wird Plattsounds in diesem Jahr vom Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO).
Teilnehmen können wie immer junge Bands und Einzelinterpreten und Einzelinterpretinnen aus ganz Niedersachsen. Sie müssen sich mit einem selbst geschriebenen Song bewerben und haben die Chance, im Finale von der Jury zum Sieger gekürt zu werden und Preisgeld sowie Trophäe für das beste plattdeutsche Lied des Jahres 2025 zu gewinnen. Für die ersten drei Plätze sind Preisgelder von 1000, 600 und 300 Euro ausgeschrieben. Der zusätzliche Publikumspreis ist mit 300 Euro dotiert.
Die Teilnehmenden müssen zwischen 15 und 30 Jahren alt sein, aber nicht unbedingt Plattdeutsch beherrschen. Die Plattsounds-Organisatoren helfen gerne bei Übersetzung und Aussprache. So soll Nachwuchs-Talenten die Möglichkeit gegeben werden, mit Plattdeutsch zu experimentieren und sich mit der Sprache auszuprobieren. Da sich das Projekt nicht ausschließlich an Muttersprachlerinnen und Muttersprachler wendet, können die meisten teilnehmenden Bands erfahrungsgemäß kaum oder kein Platt.
»Alle sitzen im selben Boot. Mir gefällt an Plattsounds besonders das faire Miteinander aller Beteiligten beim Finale«, sagt Susanne Tauss, Geschäftsführerin des LVO. »Manche Bands haben so viel Spaß, dass sie mehrmals teilnehmen.«
2024 gewann die Band HeldenSpuren aus Celle mit ihrem Pop-Song »Geev dat keen Morgen mehr« das Online-Voting und somit den Publikumspreis. 2023 belegte die Band Terraform, ebenfalls aus Celle, den zweiten Platz und 2022 schafften es sogar zwei Bands aus dem Verbandsgebiet des Lüneburgischen Landschaftsverbandes unter die Top 3: Garage 3.1.3 aus Winsen/Luhe belegte den ersten Platz, und den zweiten Platz sicherte sich die Band Stepdragon aus Bad Bevensen.
Der Plattsounds-Bandcontest ist ein Kooperationsprojekt von neun Landschaften und Landschaftsverbänden in Niedersachsen und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.
Nachwuchsbands und Einzelinterpretinnen und Einzelinterpreten können sich unter folgender Adresse
über Plattsounds informieren: www.plattsounds.de. Dort findet sich auch die Möglichkeit zur
Bewerbung.

Abwechslung garantiert

Freiwilliges Ökologisches Jahr in den Niedersächsischen Landesforsten – jetzt bewerben

Fynn Hecht beim Entkusseln einer Heidefläche. Er sägt eine Kiefer ab, die sich hier von selbst angesiedelt hat, aber unerwünscht ist. Foto: Niedersächsische Landesforsten

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Bildungsjahr. Es gibt jungen Menschen die Chance, ein Jahr lang im Umwelt- und Naturschutz mitzuarbeiten, um sich zu orientieren. Landesweit sind mehr als 300 junge Menschen in über 200 Einsatzstellen beschäftigt, einige davon bei den Niedersächsischen Landesforsten. In den Waldpädagogikzentren Ostheide und Lüneburger Heide stehen alleine vier FÖJ-Stellen zur Verfügung. Hier liegen die Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen der Umweltbildung, Waldökologie und Forstwirtschaft. Die Teilnehmer am FÖJ beginnen jeweils im August beziehungsweise September ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Freiwillige berichten aus Ihrer Zeit

Jan Drewes (19), Svenja Hartwig (20) und Fynn Hecht (18) absolvieren aktuell ihr FÖJ im Forstamt Sellhorn der Niedersächsischen Landesforsten. Jan Drewes aus Ahrensburg berichtet: »Meine Vorliebe für den Wald, die sich durch mein Hobby der Naturfotografie entwickelt hat, war einer der Hauptgründe für meine Entscheidung, ein FÖJ bei den Niedersächsischen Landesforsten zu machen. Gleichzeitig hat mich das vielseitige Aufgabenfeld gereizt – von praktischer Waldarbeit bis hin zu Umweltbildung.«

Besonders schätzen die drei Freiwilligen die Vielseitigkeit der Tätigkeiten. Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen, sei es die Arbeit mit der Motorsäge, der Bau von Hochsitzen, die Betreuung von Schulklassen oder das Unterstützen der Revierförster bei Pflegearbeiten oder im Naturschutz. Gerade diese Abwechslung sorgt dafür, dass man viel lernt und immer wieder neue Einblicke in die Forstwirtschaft bekommt.

»Nach dem FÖJ plane ich eine Ausbildung zum Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung«, sagt Jan Drewes. »Das FÖJ kann ein Sprungbrett sein. Wer sich engagiert, hat viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und nachhaltiges Wirtschaften in verschiedenen Bereichen fortzuführen. Genau das habe ich für mich mitgenommen und freue mich auf den nächsten Schritt in meiner beruflichen Laufbahn.«

Sinnvolles Engagement in vielen Bereichen

Aktuell können sich Interessierte für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) 2025/26 in Niedersachsen bewerben. Insgesamt stehen 325 Plätze in 235 Einsatzstellen zur Verfügung. Das Angebot umfasst vielfältige Tätigkeiten in Nationalparkhäusern, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Schulen, Umweltverbänden, Behörden sowie Zoos und sogar Sportvereinen.

In diesem Jahr bereichern acht neue Einsatzstellen das Programm, darunter das Wildkatzen-Erlebniszentrum in Bad Harzburg, das Freilichtmuseum am Kiekeberg und die Gemeinde Stuhr, wo FÖJ-Teilnehmende die Arbeit der Klimaschutzmanagerin unterstützen.

Das FÖJ ist ein inklusives Angebot und richtet sich ausdrücklich auch an junge Menschen mit Handicap. Das Pilotprojekt »FÖJ für ALLE!« wurde nach den ersten beiden erfolgreichen Jahrgängen dauerhaft etabliert.

Unterstützung bei der Einsatzstellensuche

Eine praktische Einsatzstellenliste im Internet hilft dabei, die passende Stelle zu finden. Interessierte können dort stöbern oder gezielt nach Themen und Regionen filtern. Weitere Informationen rund um das FÖJ sowie zur Bewerbung gibt es unter: https://foej.niedersachsen.de